Beispiel für eine historisch-kritische Quellenedition

Hier finden Sie ein Beispiel für eine historisch-kritische Quellenedition. Es handelt sich um einen Brief von Bundeskanzler Dr. Adenauer an den Hohen Alliierten Kommissar André François-Poncet vom 17. Juni 1950, der in der sog. Rhöndorfer Ausgabe erschienen ist.

Eine historisch-kritische Quellenedition stellt der Geschichtsforschung die Quellen sozusagen in "aufbereiteter Form" zur Verfügung. Sie dient der Erschließung eines archivalischen Bestandes oder einer thematisch geordneten Publikation (z.B. Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien). Eine Quellenedition ist - wie der Name schon sagt - nach festen Richtlinien ediert, d.h. Quellenkritik, Nachvollziehbarkeit, Einheitlichkeit usw. Neben einem ausführlichen Sachkommentar, der biographische Informationen zu allen Beteiligten liefert, ist sie meistens mit Anmerkungen, Querverweisen, Angaben zum medialen Überlieferungsrahmen und weiterführenden Literaturangaben versehen. Hinweise auf Unstimmigkeiten und Fehler finden sich ebenso.

Quellentext

Sachkommentar

Quelle: Morsey, Rudolf / Schwarz, Hans-Peter (Hrsg.): Adenauer. Briefe 1949-1951. Bearb. v. Hans Peter Mensing. Berlin 1985 (= Rhöndorfer Ausgabe, Bd. 1,3), S. 232f., S. 520f.